Von der Universität Mainz auf die Bühnen der Welt

Kabarettfotos

Fotografien und
Programmhefte studentischer
Kabarettaufführungen
1947/48 bis 1951 //
Papier // Leihgabe
Stiftung Deutsches
Kabarettarchiv

Seien Sie ganz ehrlich! Haben Sie die Hauptperson auf den Fotos auf Anhieb erkannt? Ohne markante Brille und mit vollem Haar ist es gar nicht so leicht, den Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch (1925-2005) zu identifizieren. Hüsch, der zu den bedeutendsten Vertretern des literarischen Kabaretts in Deutschland gehörte, war Teil der Generation von Studierenden, die ab 1946 maßgeblich zur Wiederentstehung kulturellen Lebens an der Universität und in der Stadt Mainz beitrug. Die Erfahrungen des totalitären NS-Staates und des Zweiten Weltkrieges veranlassten gerade die Studierenden der Aufbaujahre, ihre demokratischen Grundüberzeugungen in vielfältiger Weise erproben und diskutieren zu wollen. So engagierte sich Hüsch während seines Studiums der Literatur, Philosophie und Theaterwissenschaften mit Gleichgesinnten in den Studentenkabaretts „Der B(r)ettelstudent“ und „Die Tol(l)eranten“. Schon damals deutete sich die Vielseitigkeit seiner späteren Karriere als Kabarettist, Schriftsteller, Schauspieler, Synchronsprecher oder Rundfunkmoderator dadurch an, dass er neben dem Studentenkabarett auch als Musiker mit den „Uni-Rhythmikern“ auftrat.

Die besondere Bedeutung Hanns Dieter Hüschs für die Stadt Mainz und zugleich für die Universität wird durch eine Reihe von Auszeichnungen deutlich: 1977 verlieh ihm die Universität die Ehrenbürgerwürde, 1984 erhielt er den Ehrenring der Stadt Mainz, und seit 2006 gibt es auf dem Universitätscampus den Hanns- Dieter-Hüsch-Weg.

Matthias Kerber

Student der Kulturanthropologie/Volkskunde

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