Erinnerungen an Mainz

Koffer mit Erinnerungen

Koffer mit Souvenirs
2000er Jahre //
lackierte Pappe, Holz,
Metall // Leihgabe von
Studierenden

Gehören Sie auch zu den Menschen, die nach einer Reise einen Koffer voll Souvenirs und Geschenke mit nach Hause bringen? Ähnlich ergeht es den internationalen Studierenden und Promovierenden der Universität Mainz. Bei der Auswahl der Mitbringsel, die an die Zeit in Mainz erinnern sollen, wird nicht nur auf die typischen Touristensouvenirs zurückgegriffen, sondern insbesondere nach kulinarischen Spezialitäten der Region oder des Landes gesucht. „Spundekäs, weil Essen etwas typisch Regionales ist, Kleidung ist dagegen eher problematisch. Ich könnte zwar eine Lederhose kaufen, aber die hat nichts mit Mainz zu tun. Sonst würde ich noch Wein aus der Region und Bier mitbringen“, antwortet ein italienischer Medizinstudent auf die Frage nach seinen Mitbringseln aus Mainz.

Zusätzlich können ortsspezifische Feste einen großen Einfluss auf den Souvenirkauf haben: Es werden Glühwein-Tassen vom Weihnachtsmarkt und Fastnachtsfiguren oder ein entsprechender Schal mitgenommen. Ein russischer Doktorand fand es wichtig, bei der Auswahl auf die Geschichte von Mainz einzugehen und beschloss daher, einen selbsthergestellten Druck der ersten Seite der Gutenberg-Bibel mitzunehmen. Nicht alles ist jedoch ortsgebunden. Vieles wird gekauft, weil die Studierenden es für typisch deutsch halten oder weil es einen gewissen Seltenheitswert in der Heimat hat. Dementsprechend scheinen hübsch verpackte Schokoladen, Würstchen, Gummibärchen, Postkarten und auch Müsli besonders als Geschenke für die daheimgebliebenen Familien und Freunde geeignet zu sein.

Kirsten Flöter, Anna-Maria Helmer

Studentinnen der Kulturanthropologie/Volkskunde

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