Erinnerungen an die Heimat

Studierende mit Erinnerungsstücken

Fotografien von
ausländischen
Studierenden mit
persönlichen Erinnerungsstücken
Ruben Bellotti, Ana
Costa Ferreira, Martha
Fiore Di Ren, Kirsten
Flöter, Anna-Maria
Helmer // 2016 //
Papier

Wer kennt das nicht? Man fährt für längere Zeit weg und hätte gerne etwas, das einen an Zuhause erinnert. Die Fotos zeigen nicht nur Erinnerungsstücke an die Heimat, sondern auch kulinarische Spezialitäten, die von Austauschstudierenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit nach Deutschland gebracht wurden, um sie mit anderen Studierenden zu teilen. Besonders geeignet scheinen Süßigkeiten, auch wenn sie nicht immer den Geschmack des Beschenkten treffen: „Sie sind zu süß für die meisten europäischen Menschen“, verrät eine Brasilianerin über

ihre heimatliche Pralinenauswahl.

Das Näherbringen der eigenen Kultur kann auch auf anderen Wegen erfolgen: Reiseführer, Postkarten, Kochrezepte und eine Infobroschüre nahm eine Lettin aus Riga mit nach Mainz. Ein chinesischer Doktorand brachte dagegen einen roten Glücksknoten mit, um ihn seiner Vorgesetzen schenken zu können.

Oft sind die Mitbringsel auch mit persönlichen Erinnerungen verknüpft. So trägt ein russischer Doktorand einen Goldring, den ihm seine Eltern kurz vor der Abreise nach Deutschland schenkten, und eine junge Russin konnte sich nicht von der selbstgemachten Patchwork-Decke ihrer Mutter sowie einem Teddy-Bär aus ihrer Kindheit trennen. Auch der Geschmack der Heimat darf bei einem längeren Auslandsaufenthalt oftmals nicht fehlen: „Mamas“ Tomatensoße und Spaghetti aus der Heimatregion gehören folglich zu den „Ankern“ in die Heimat, die wiederum ein italienischer Medizinstudent nicht missen möchte.

Kirsten Flöter, Anna-Maria Helmer

Studentinnen der Kulturanthropologie/Volkskunde

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