Steter Wandel

Karte Uni Mainz

Karte der Campusentwicklung
zwischen
1946 und 2016
Moser.Design // 2016 //
Quelle: LuSt 7 (2016),
S. 17

Einen Beitrag zur Erziehung der Deutschen in einem „neuen Geist“ wollte die französische Militärregierung nach Kriegsende durch die Wiedereröffnung der Mainzer Universität leisten. Dass sie auf der Suche nach einem passenden Areal mit einem ehemaligen Militärgelände fündig wurde, besaß daher eine gewisse Symbolik. Die Keimzelle der Johannes Gutenberg-Universität bildeten die Gebäude einer 1938-40 errichteten Flakkaserne. In den 1960er Jahren setzte als Konsequenz aus den steigenden Studierendenzahlen eine rege Bautätigkeit ein, die zunächst – u.a. durch die Errichtung der Universitätsbibliothek, des Philosophicums sowie des Gebäudes der Naturwissenschaften – eine Verdichtung des Geländes zur Folge hatte. Ab Mitte der 1960er Jahre dehnte sich der Campus dann sukzessive nach Westen bis zum Staudingerweg aus.

Ende der 1970er Jahre war auch dieses Gelände zu klein geworden.Mit dem Bau der Mensa und der sogenannten Kreuzbauten wurde der Campus nun bis zum Duesbergweg erweitert. Heute reicht er bis zur Koblenzer Straße und bildet so fast einen Stadtteil für sich. Daneben gehören die Universitätsmedizin und der Fachbereich 06 in Germersheim zur Universität. Einige Universitätseinrichtungen sind in der Mainzer Innenstadt untergebracht, etwa der Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie im Schönborner Hof oder das Psychologische Institut in der Binger Straße.

Seit den 1990er Jahren ersetzen Neubauten zunehmend den alten Baubestand. Mit dem Georg Forster-Gebäude oder dem Institut für Anthropologie wurden in jüngster Zeit architektonische Akzente gesetzt. Und die Bautätigkeit reißt nicht ab, Baustellen gehören wohl noch für einige Jahre zum Erscheinungsbild des Campus.

Christian George

Leiter des Universitätsarchivs

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